Theater in der Josefstadt [2010]
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Fotos: Theater in der Josefstadt / Sepp Gallauer
» Videoclip
Klare, uneitle Inszenierung: Köpplinger vertraut auf die Sprache von Schnitzler, legt den Sarkasmus darin frei und verzichtet auf den singenden "Schnitzler-Ton". Ohne süßliche Behübschungen kann dieser meisterhafte Text aus dem Jahrhundertwende-Salon entfliehen. Plötzlich wird klar, wie nahe Schnitzler Tschechow steht - das Ungesagte erzählt die Geschichte - und wie viel er mit seinem Zeitgenossen Freud gemeinsam hat. ...
Kurier
Josef E. Köpplinger, Intendant des Stadttheaters Klagenfurt, setzt in seiner durch die Bank prominent besetzten Koproduktion auf zwei scheinbar einfache Rezepte. Erstens: Schnitzlers Text bleibt Schnitzlers Text. Zweitens: In einem White Cube hat die Vorstellungskraft des Zuschauers viel Platz. Und so geriet die dreistündige Inszenierung, in der Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger und seine Ehefrau Sandra Cervik als Ehepaar Friedrich und Genia Hofreiter das Treue-Gebot hemmungslos zertrümmern, zu einem) klaren Blick auf die Zeitlosigkeit zwischenmenschlicher Abgründe. ...
APA
... Ein starker, berührender Abend voll tragischer, trauriger Momente.
Kronen Zeitung
Köpplinger geht es weder um eine plakative Aktualisierung des in den letzten Jahren viel gespielten Werkes, noch um einen nostalgisch-historisierenden Rückblick aufs Fin-de-siècle, sondern um die zeitlose Gültigkeit von Schnitzlers Seelenporträts.
Wiener Zeitung








