JOSEF ERNST KÖPPLINGER Regisseur - Intendant
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Emmerich Kálmán, Julius Brammer, Alfred Grünwald - Gräfin Mariza -
Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin [2002] -
Staatstheater Theater am Gärtnerplatz - München [2004] -
Oper Graz [2007] - Stadttheater Klagenfurt [2008]

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Fotos: Stadttheater Klagenfurt / Helge Bauer

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Mit J. E. Köpplinger debütiert in München ein Regisseur der seine Herangehensweise mit "Unterhaltung mit Haltung" charakterisiert. Was bedeutet, dass keinem der Kopf abgeschlagen wird, obwohl es hier auch um das Ende der Donaumonarchie geht, um die Auswirkungen des ersten Weltkrieges... Schon bevor der Vorhang sich öffnet, weiß man, dass sich hier eine Puszta-Sehnsucht nicht als Heilmittel für verwundete Seelen einstellen wird, ...

Köpplinger animiert das Ensemble zur Aufhebung der Grenze zwischenSchauspiel und Gesang.

Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung, 24. Feb.2004
Champagner-Cliques letztes Zucken

...Köpplinger hat sich die äußere Handlung des Stückes völlig neu zurechtgelegt und daher auch das libretto in den Dialog-Pastien umgeschrieben. Er hat den Text entkitscht und gestrafft. Vermutlich ist eine solche Neufassung noch Köpplingers leichteste Übung - der Mann gilt als Allrounder.

Johannes Rubner, Münchner Kultur, 21.Feb.2004
Vordergründige Operettenseligkeit ist nicht Sache Josef Köpplingers…Der Regisseur entstaubt das Handlungsgerüst und sorgt für eine schlüssige Neuentdeckung…Das gelingt ihm mit revueartigen Effekten und einer präzisen Charakterisierung der Protagonisten, die beinahe an Arthur Schnitzler denken lässt. Nicht gegen die Musik und nicht für eine billige Dreigroschenromantik inszeniert, entpuppt sich diese Gräfin Mariza als wahrer Glücksfall.

Oskar Tonkli, Wiener Zeitung, Oktober 2008
Der Intendant zeigt mit Anspielungen an die aktuelle Finanzkrise eine die Wirtschaft ignorierende, feiernde Gesellschaft mit latenter Sehnsucht nach der "guten, alten Zeit". Er zeigt aber auch den Rassismus gegenüber den "Zigeunern" und den Hass jener gegen den Adel. In seiner sorgfältig ausgefeilten Personenführung gelingt ihm - in einem geschmackvollen, hellen Salon und eleganten Kostümen – eine passende Mischung aus Sentiment und Humor.

Helmut Christian, Kleine Zeitung, Oktober 2008

 
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