Stadttheater Klagenfurt [ 2007] - Wien - Nürnberg
![]() | ||||||||||
| ||||||||||
| ||||||||||
Fotos: Stadttheater Klagenfurt / Helge Bauer
» Videoclip 1
» Videoclip 2
Sanfte Aktualisierung.
Der neue Intendant inszeniert die Eröffnungspremiere ohne Experimente mit einer ungemein sanften Aktualisierung. Er lässt den geistvollen Zwitter von Opera seria und buffa um 1916, zur Zeit der Wiener Uraufführung, spielen, wie wohl die Wirren des Ersten Weltkrieges als solche nicht erkennbar sind. Ästhetisch ist dabei das Ambiente eines in schwarz-weiß gehaltenen Marmorsaals (Johannes Leiacker) mit Prunkstiege, Erker und schachbrettartigem Boden.
Große Liebe zum Detail.
Köpplingers Regie zeichnet sich durch große Liebe zum Detail, zur Poesie und Sinnlichkeit aus. Zudem sprudelt das Vorspiel nur so von Vitalität und Ironie: ein ständiges Kommen und Gehen von Personen in schicken Kostümen (Marie-Luise Walek) mit Hunderln, Tüchern und Pflanzen. Der Intendant vertraut der Musik und weiß sich in den ruhigen Momenten zurückzunehmen. Er lässt alle Szenen punktgenau und schlüssig ablaufen. In der Oper, die vom Komponisten und dem Musiklehrer aus der Loge beobachtet wird, lässt er eine vibrierende, schattenhafte Totenreichatmosphäre entstehen. Das Klavier mutiert zur öden Insel, wo dann unter einem magischen Sternenzelt der Liebesakt zwischen Ariadne und Bacchus vollzogen wird.
Helmut Christian, Kleine Zeitung, Klagenfurt 15.9.2007
Triumphaler Auftakt der Ära Köpplinger am Klagenfurter Stadttheater: Seine Inszenierung von "Ariadne auf Naxos" geriet angenehm morbid, opulent, und auch der bei Richard Strauss passende Gupf Schlagobers fehlte nicht ...
...
Es ist dem neuen Intendanten nicht genug dafür zu danken, dass er zu seinem Einstand Richard Straussens hochdiffizile, angenehm morbide Oper gleichermaßen mit Emotion und Ironie inszeniert hat: die zarte Altwiener Wiglwagl-Gefühlswelt, perfekt konserviert und geschüttelt wie in einer Schneekugel.
...
Ein triumphaler Abend.
Bertram Karl Steiner , KTZ, Klagenfurt 15.9.2007
Die Ära Josef E. Köpplingers begann beachtlich mit Strauss' "Ariadne"
...
Josef E. Köpplinger, der als Regisseur der "Ariadne" sein Amt als Intendant antrat, lässt deutlich werden, dass es in dem Stück auf allen Bewusstseinsebenen und quer durch alle Stände um die Beziehung zwischen Männlein und Weiblein geht; und wären manche von ihnen auch "göttlichste Götter".
WILHELM SINKOVICZ, Die Presse, 15.09.2007
» Videoclip 1
» Videoclip 2
Sanfte Aktualisierung.
Der neue Intendant inszeniert die Eröffnungspremiere ohne Experimente mit einer ungemein sanften Aktualisierung. Er lässt den geistvollen Zwitter von Opera seria und buffa um 1916, zur Zeit der Wiener Uraufführung, spielen, wie wohl die Wirren des Ersten Weltkrieges als solche nicht erkennbar sind. Ästhetisch ist dabei das Ambiente eines in schwarz-weiß gehaltenen Marmorsaals (Johannes Leiacker) mit Prunkstiege, Erker und schachbrettartigem Boden.
Große Liebe zum Detail.
Köpplingers Regie zeichnet sich durch große Liebe zum Detail, zur Poesie und Sinnlichkeit aus. Zudem sprudelt das Vorspiel nur so von Vitalität und Ironie: ein ständiges Kommen und Gehen von Personen in schicken Kostümen (Marie-Luise Walek) mit Hunderln, Tüchern und Pflanzen. Der Intendant vertraut der Musik und weiß sich in den ruhigen Momenten zurückzunehmen. Er lässt alle Szenen punktgenau und schlüssig ablaufen. In der Oper, die vom Komponisten und dem Musiklehrer aus der Loge beobachtet wird, lässt er eine vibrierende, schattenhafte Totenreichatmosphäre entstehen. Das Klavier mutiert zur öden Insel, wo dann unter einem magischen Sternenzelt der Liebesakt zwischen Ariadne und Bacchus vollzogen wird.
Helmut Christian, Kleine Zeitung, Klagenfurt 15.9.2007
Triumphaler Auftakt der Ära Köpplinger am Klagenfurter Stadttheater: Seine Inszenierung von "Ariadne auf Naxos" geriet angenehm morbid, opulent, und auch der bei Richard Strauss passende Gupf Schlagobers fehlte nicht ...
...
Es ist dem neuen Intendanten nicht genug dafür zu danken, dass er zu seinem Einstand Richard Straussens hochdiffizile, angenehm morbide Oper gleichermaßen mit Emotion und Ironie inszeniert hat: die zarte Altwiener Wiglwagl-Gefühlswelt, perfekt konserviert und geschüttelt wie in einer Schneekugel.
...
Ein triumphaler Abend.
Bertram Karl Steiner , KTZ, Klagenfurt 15.9.2007
Die Ära Josef E. Köpplingers begann beachtlich mit Strauss' "Ariadne"
...
Josef E. Köpplinger, der als Regisseur der "Ariadne" sein Amt als Intendant antrat, lässt deutlich werden, dass es in dem Stück auf allen Bewusstseinsebenen und quer durch alle Stände um die Beziehung zwischen Männlein und Weiblein geht; und wären manche von ihnen auch "göttlichste Götter".
WILHELM SINKOVICZ, Die Presse, 15.09.2007










